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Welpenspielen

Die Sozialisierungsphase, die von der 3. bis zur 12. Lebenswoche dauert, ist die wohl wichtigste Zeit im Leben eines Hundes. In dieser Zeit muss der Kleine einfach alles erleben, was in seinem späteren Leben eine Rolle spielen könnte, denn was er nicht kennen lernt, das wird er später fürchten.

Das hat seinen biologischen Sinn, denn das, was er fürchtet, dem geht er aus dem Weg und das ist für das Überleben wichtig. Beispiel: Ein Wolfswelpe wird in den ersten 12 Wochen sicher keinen Menschen sehen, wenn er später auf einen trifft, wird er flüchten, was ihm wahrscheinlich das Leben retten wird...

Nun müssen unsere Hunde aber ja in einer ganz anderen Umgebung leben, als ein Wolf. Daher ist es wichtig, ihm alles zu zeigen, vom gelben Sack über Kinder, Autos und Traktoren bis hin zu anderen Hunden! Letzteres geschieht am Besten beim Welpenspielen.

Seltsamerweise spricht jeder Welpe von Geburt an seine Sprache - aber er muss lernen, sie zu verstehen...! Das geschieht im Umgang mit anderen Welpen auf spielerische Art. Ganz nebenbei werden auf diese Weise auch angeborene Verhaltensweisen modifiziert. So wirkt sich das Welpenspiel später auf das territoriale Verhalten (auch bei einem Rudelfremden wird die Unterlegenheuitsgeste akzeptiert) und auf den sogenannten "Welpenschutz" (auch rudelfremde Welpen werden dann wie eigene Welpen behandelt) aus.

Ganz wichtig ist aber, dass verschiedene Rassen einander kennen lernen. So wird ein Schäferhund lernen, dass auch ein Yorkie ein Hund ist und ein Westi wird erfahren, dass es Hunde gibt, die grösser sind als er, und bei denen man den Ball besser flach hält...! Smiley Das heißt, Hunde lernen sich selber und ihre Fähigkeiten kennen und einschätzen, sie werden sich ihrer selbst bewusst!

Selbstbewusstsein ist etwas, dass den Hund später in die Lage versetzt, nicht mit jedem raufen zu müssen, um festzustellen, wer der Stärkere ist.....

Welpenspiel ist wichtig, wir bieten es auf allen Plätzen kostelos an.

Übrigens: Das widerspricht in keinster Weise meinem Beitrag, dass man mit Welpen nicht spazieren geht! Um dem Welpen etwas zu zeigen, muss ich nicht mit ihm durch die Gegend ziehen! Rein ins Auto, Ort aussuchen, z.B. Bahnhof, sich mit dem Hund einen Moment (höchstens 15 Minuten) dort hinsetzen um ihm die Eindrücke zu geben, zurück ins Auto und wieder nach hause. So ist es auch mit dem Welpenspielen, nur dass es hier nicht auf einen so kurzen Zeitraum begrenzt ist.

Kommen Sie uns besuchen, wir erklären Ihnen gern, wie Sie Ihren Welpen am Besten an seine neue Umwelt gewöhnen.

26.1.2011  Tom Bode