Welpenspaziergang?
Immer wieder sehe ich, dass Menschen mit Ihren Welpen durch die Gegend laufen. Oftmals steht den kleinen Hunden ihre Angst im Gesicht geschrieben, sie setzen sich hin und wollen nicht weiter. Aber die Leine zwingt sie dann doch dazu.
Das ist doch schon einmal eine Überlegung wert...
Keine Mutter - jedenfalls keine normale - würde mit einem Kleinkind in die Disco oder auf eine Demonstration gehen! Das wäre viel zu gefährlich, es könnte dem Kind etwas geschehen.
Keine Hundemutter nimmt ihre Welpen mit auf einen Jagdausflug - zu gefährlich, sie könnte sie nicht gegen alles schützen! Daher ist der Hund ein Nesthocker, d.h., er verbleibt in der Nähe der Wurfhöhle, um bei Gefahr blitzschnell darin zu verschwinden. Den Kleinen also mitzunehmen, um ihm die - vermeintlich - benötigte Bewegung zu verschaffen, ist also ein Vertrauensbruch, schließlich bringen wir ihn in seinen Augen in Gefahr. Es ist ihm angeboren in der Nähe der sicheren Höhle zu bleiben, wir verstossen also in seinen Augen gegen ein "Naturgesetz".
Es ist also wichtig, bis zum 5./6. Lebensmonat nicht mit dem Hund spazieren zu gehen!
Hmm, und die Sozialisierung...?
Dazu brauche ich nicht zu laufen, es gibt andere, effektivere Möglichkeiten, dem Hund die Welt zu zeigen. In unserem Grundkurs erklären wir in der Theorie genau, wie das anzustellen geht, außerdem werden Sie erkennen, dass und warum wir den Kleinen durch unsere frühen Spaziergänge zum Streunen oder zur Trennungsangst (der Hund bleibt nicht allein zuhause) erziehen!
19.10.2010 Tom Bode

