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Angst am Sylvesterabend

Es gibt viele Hunde, die Angst am Sylvesterabend haben. Die einen verstecken sich hinter der Couch, die anderen stehen zitternd mitten im Raum und rühren sich nicht oder gehen unruhig im Haus oder der Wohnung umher.

Egal ob wir ihn ansprechen: och mein Kleiner nun ist doch gut, es ist doch gar nicht so schlimm und ihm seinen Kopf tätscheln oder ob wir ihn mit Leckerlis füttern, um ihn zu beruhigen (sofern er sie überhaupt nimmt) und auf den Schoss nehmen oder er darf auf die Couch…all das sind Bestätigungen für ihn: ok es ist richtig das ich Angst habe, wenn es knallt oder donnert. Damit machen wir es noch schlimmer und er fühlt sich immer schlechter.

Aber was sollten wir als sein Rudelführer/ Chef denn dann unternehmen? Gar nichts!!!
Wir sollten unseren Dingen nachgehen und dieses Verhalten des Hundes komplett ignorieren, auch nicht anschauen!!! So als wenn nichts wäre. Denn dann lernt er: ok mein Chef ist ruhig und gelassen, dann brauch ich mich nicht aufregen und keine Angst haben. Es ist nicht leicht, keine Frage, aber dem Hund können wir nur so einen Gefallen tun…spätestens beim nächsten Sylvester oder Gewitter wird er gelassener oder sogar total ruhig sein. Es klingt hart und herzlos, aber es funktioniert.  

Ignorieren und mit gutem Beispiel vorangehen.

Suzan Seiler, 16.12.2010