Information:   Wird diese Seite, auf ihrem Bildschirm, nicht ganz angezeigt?    » Bitte folgen sie dieser Anleitung «

Ratschläge

Auf diesen Seiten finden Sie immer wieder nützliche Ratschläge, die Ihnen den Umgang mit dem Hund erleichtern.

Die neuesten sind immer hier auf der ersten Seite zu sehen, später werden Sie auf eigenen Seiten über die Navigation links zu erreichen sein. 

 

Die Flexi-Leine

Die Flexi-Leine- ein beliebtes Accecoires für den Hund!? Sie gibt dem Vierbeiner größtmögliche Bewegungsfreiheit beim Spaziergang. Ist das so? Nun, aus der Sicht des Hundes sicherlich. Hund muss nur stetig an der Leine ziehen und siehe da, der Bewegungsradius wird kontinuierlich größer. Es gibt Modelle, die bis 8 Meter zu lassen. Die komplette Länge lässt sich allerdings am Besten ausnutzen, wenn ein Hase, Reh oder andere interessante Lebewesen den Weg kreuzen. Hund kann den 8-Meter-Anlauf super nutzen, um den am anderen Ende der Leine hängenden Besitzer in hohem Bogen hinter sich her zu schleudern. - Das funktioniert übrigens auch bei kleinen Hunden. Ein Mindestgewicht ist nicht erforderlich. Aber auch wenn keine "Beute" den Weg kreuzt, lernt der Hund das Ziehen an der Leine absolut zuverlässig. Er wird es daher immer wieder und an jeder Leine tun, um sich größtmögliche "Freiheit" zu beschaffen. Die Flexi-Leine - immer noch ein tolles Accecoires? -auch für den Besitzer? 

 

14. Februar 2012 Brigitte Bürgermeister

Welpenhandel

Hunde im Zoofachmarkt – Beratung vor dem Welpenkauf jetzt kostenlos in der Hundschule Aschaffenburg und vielen weiteren Hundeschulen!

Seit kurzem verkauft ein findiger Zoofachhändler Welpen in seinem “Tiersupermarkt” – Proteste gibt es viele und wer die Berichterstattung verfolgt, trifft auf Tierschützer und teilweise verständnislose Menschen: Ist doch alles sauber, ordentlich und nett für die Hundchen. Sogar Tierärzte kümmern sich und man hat noch vier Wochen kostenlosen Anspruch auf tierärztliche Betreuung.

Dabei sind die Welpen beileibe kein Schnäppchen – 799 Euro kostet beispielsweise ein Dackelwelpe.

Ich bin sogar der Meinung, dass einen gut sozialisierten Welpen ein paar Tage Aufenthalt in diesem Laden gar nicht schaden würden…. Aber kein ordentlicher Züchter wird seine Welpen an diesen Laden verkaufen, weiß er doch nicht, wo seine Babys landen werden. Damit sinkt dann auch schon die Wahrscheinlichkeit, dass die Welpen tatsächlich sorgfältig aufgezogen wurden.

Viele Ersthundebesitzer sind der Meinung, sie würden sich mit einem Welpen ein “unbeschriebenes Blatt” kaufen – schließlich ist der Hund noch so jung, gesund sieht er aus, also was will man mehr?

Genau daran liegt unserer Meinung nach der große Denkfehler, der zu so viel Leid unter Menschen und Hunden führt. Gerade die ersten Lebenswochen sind entscheidend! Das Verhalten des Hundes für den Rest seines Lebens wird in dieser Phase geprägt – seine Meinung über Menschen und – ganz wichtig – wie hund mit ungewohnten Dingen/Geräuschen/Umgebungen etc. umgeht. Hirnaufbau und Verknüpfung von Nervenbahnen hängen stark von den Eindrücken und Angeboten der ersten 7 Lebenswochen ab. Hinzu kommt selbstverständlich das Vorbild der Mutter, welche Veranlagung die Elterntiere mitgeben und wie es um die Gesundheit während der Schwangerschaft und der ersten Lebenswochen aussieht.

Hunde mit Mangelerscheinungen (defektem Knochenbau etc.), Hunde mit fast autistischem Verhalten, Lernschwächen und der Unfähigkeit mit neuen Situationen und Streß klarzukommen sind häufig das Resultat einer reizarmen Aufzucht.

Meine Hündin Holly mit zwei Welpen aus dem A-Wurf

Will man gewinnbringend Hunde verkaufen und die Investition von einer halben Million aufwärts (für das Gebäude) , Gehaltskosten für drei Tierärzte und weitere Mitarbeiter, Unterhaltungskosten´etc. wieder hereinwirtschaften, ist eine sorgfältige Auswahl der Elterntiere und eine optimale Aufzucht und Prägung nicht möglich. Das erfordert nämlich Zeit, Zeit und nochmals Zeit, die ein guter Züchter gerne aufbringt. 8 Wochen Rund-um-die-Uhr Betreuung sind normal – bestes Futter und medizinische Versorgung selbstverständlich auch.  Nach diesem Einsatz ist kaum jemand bereit, seine Welpen in die ungewisse Zukunft eines Zoohandels zu geben.

Also werden die Welpen irgendwo billig eingekauft. Eine kleine Recherche gibt es hier (sehr interessant!).

Gebärmaschinen in irgendwelchen Scheunen oder Zwingern – wie sollen dort lebenslustige und gut geprägte Welpen heranwachsen? Von den armen Hündinnen ganz abgesehen.

Doch nur meckern hilft nicht! Hier ein Interview der Mitgründerin der Initiative “Beratung von dem Welpenkauf”

Das hat sich eine Initiative von Hundetrainern auf die Fahne geschrieben. Alarmiert durch die ersten Welpenverkäufe in einem “Zoofachgeschäft” fanden sich engagierte Hundetrainer aus ganz Deutschland zusammen um aufzuklären. Manuela Zaitz war bei den letzten Demonstrationen vor dem Duisburger Geschäft mit dabei. “Die Stimmung war immer freundlich und höflich, jedoch ist die Wirkung von Demonstrationen allein nicht optimal. Wir Trainer wissen: Nur sagen, was nicht gut ist, bringt noch keinen Unwissenden weiter. Die Leute sehen eine sehr schöne, saubere Anlage und können den Wirbel der Tierschützer darum nicht nachvollziehen. Also ist es viel wichtiger klarzumachen warum man denn viel Wert auf die Herkunft seines Welpens legen soll und wie ein Welpe optimal geprägt wird. Wir möchten die Menschen dafür sensibilisieren, dass sie hier eben nicht wissen woher die Welpen stammen, unter welchen Umständen sie geboren wurden und wie sie ihre ersten Lebenswochen verbracht haben. Immer wieder wird von “Züchtern” berichtet, die ihre Würfe dort verkaufen würden. Kein seriöser Züchter würde dort auch nur einen einzigen Welpen hingeben, da sind wir Trainer uns einig.”

Aus diesem Grund haben sich Hundetrainer aus ganz Deutschland zusammengefunden und eine Internetseite erstellt in der es um die Beratung vor dem Welpenkauf geht. Und genau so heisst die Seite auch www.beratung-vor-dem-welpenkauf.de . Hier wird ausführlich erklärt, welche Möglichkeiten es gibt, einen Welpen zu erwerben und wo die Vor- und Nachteile liegen. Man kann sich einen Informationsbogen herunterladen, auf dem alle wichtigen Punkte, die es zu bedenken gilt, zusammengefasst sind. Doch das ist noch nicht alles: Alle beteiligten Hundeschulen bieten eine kostenlose Beratung vor dem Kauf an. Zum jetzigen Zeitpunkt sind es bereits über 50 Hundeschulen in ganz Deutschland, doch da die Initiative erst jetzt an die Öffentlichkeit geht ist damit zu rechnen, dass bald sehr viele Menschen eine Beratung in ihrer Nähe in Anspruch nehmen können. Alle Hundeschulen die sich an der Aktion beteiligen können auf der Homepage abgerufen werden.

Übrigens muß man gar nicht bis Duisburg schauen.. auch im Landkreis Aschaffenburg sowie den angrenzenden Regionen gibt es genügend Händler, Vermehrer und “Zwischenzüchter” (Eigenbezeichnung einer Händlerin) :(

Hundherum....zufrieden! distanziert sich von Hundehändlern und rät allen Interessenten, sich an seriöse Züchter zu wenden! Fragen Sie uns, wir beraten Sie gern und begleiten Sie auch zu Züchtern.

27.1.2012 Tom Bode

Stubenreinheit

Eine der ersten Fragen beim Welpenspiel ist immer wieder die, wie man einen Hund am Besten zur "Stubenreinheit" erzieht.

Nun, eigentlich muß man ihn gar nicht dazu erziehen, denn die Sauberhaltung seines "Heims erster Ordung", des Hauptlagerplatzes des Rudels ist ihm angeboren. Stellen Sie sich vor, was passieren würde,wenn ein Rudel sein Lager durch Kot und Urin verschmutzen würde. Nicht nur, dass Krankheiten Vorschub geleistet würde, vor allem würde aber eine "Duftglocke" diesen Platz schon von Weitem verraten, und Feinde hätten leichtes Spiel.....

Daher geht man so weit wie möglich weg vom Lager, um sein "Geschäft" zu verrichten.

Der Welpe hat noch einen geringen Radius, so dass wir ihm da ein wenig helfen müssen. Dazu setzen wir ihn am besten auf den Rasen vor dem Haus. Ausscheidungsverhalten ist nämlich "klassisch konditioniert", d.h. wenn der Hund immer auf Rasen gemacht hat, dann braucht er später diesen Rasen als Auslöser - er KANN dann also gar nicht mehr ins Haus machen!

Also, IMMER nach dem Schlafen, nach dem Fressen und nach dem Toben den Hund schnell auf den Rasen setzen, dann hat es sich ganz schnell von allein erledigt.

Leider werden aber bei Züchtern immer noch Welpen in Zwingern oder auch in Räumen im Haus aufgezogen, die sie in der ersten Zeit nicht vrlassen dürfen, sei es aus gesundheitlichen Gründen, weil man Krankheiten fürchtet, oder aus Bequemlichkeit. Diese Welpen werden daran gewöhnt, auf festen glatten Untergrund zu machen, und das ist - insbesondere, wenn der Kleine schon 12 Wochen alt ist- nur schwer wieder abzutrainieren. Oft beschweren sich Besitzer bei mir, dass sie lange gassi gehen, der Hund aber erst macht, wenn er wieder zuhause ist... Er braucht dann halt die Fliesen im Flur als Auslöser!

Wann immer es geht, wird das Heim erster Ordnung sauber gehalten. Wenn wir also mit unserem Hund im Alter von sechs Monaten dann die ersten Spaziergänge machen (siehe Welpenspaziergang), dann wird er seine Verrichtung auf jeden Fall ausserhalb des Grundstückes erledigen.  Das erklärt im Übrigen auch, warum manche Hunde keinen Haufen machen, solage man von Zuhause weg geht, sich aber erleichtern, sobald man sich entschließt, umzudrehen. Der Besitzer ist dann überzeugt, dass sein Hund das absichtlich macht, weil er weiß, dass man zurück geht, wenn er sein Häufchen gemacht hat! :-) In Wirklichkeit will Hasso aber nur so weit wie möglich weg vom Lager, um den Geruch am entferntesten Punkt zu verbreiten. Geht man nun zurück, dann muss er schnell machen, damit er dem Lager nicht erst wieder zu nahe kommt.

Ach ja, Stubenreinheit heißt nicht unbedingt, dass der Hund in FREMDE Wohnungen auch nicht macht, schließlich wird nur das Heim erster Ordnug nicht beschmutzt! Wenn aber der Untergrund richig konditioniet ist, dann fehlt ihm natürlich auch in einem fremden Haus der Auslöser!

Und letztlich sollten wir uns nicht ärgern, wenn einmal etwas passiert, wegmachen und fertig. Dazu sollte man auch wissen, dass der Hund erst mit zwölf Wochen Kontrolle über seine Blase hat.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, dann rufen Sie uns an oder senden uns eine Mail.

10.9.2011  Tom Bode